Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise legen etwas zu
Goldpreis ebenfalls höher
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete 64,21 US-Dollar und damit 0,28 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 0,33 Prozent auf 61,00 Dollar.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Vortag über eine mögliche weitere Anhebung der Fördermenge. Die Ölfördergemeinschaft OPEC+ könnte demnach beim Treffen am 1. Juni eine Erhöhung der Produktion um durchschnittlich 411.000 Barrel pro Tag beschließen. Die Nachrichtenagentur berief sich auf namentlich nicht genannte Delegierte. Zuvor hatte der Ölverbund bereits die Produktion angehoben.
Der Fokus am Markt richte sich nun zunehmend auf die OPEC+ und was die Organisation mit Blick auf ihr Ölangebot entscheide, erklärte Rohstoffexperte Warren Patterson von der ING Groep. Eine deutliche Angebotserhöhung im Juli würde eine Veränderung der Strategie der OPEC+ von Preis-Verteidigung zu Marktanteil-Verteidigung bedeuten.
Zur Wochenmitte hatte noch ein überraschender Anstieg der Ölreserven in den USA die Notierungen unter Druck gesetzt. Steigende Ölreserven in der größten Volkswirtschaft der Welt belasten in der Regel die Ölpreise. Im Jahresverlauf haben sich die Ölpreise unter anderem wegen der Sorgen über die Konjunkturentwicklung um gut 14 Prozent verbilligt. Vor allem die von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zollkapriolen Anfang April haben die Ölpreise gedrückt.
Der Preis für ein Barrel OPEC-Öl wurde zuletzt für Donnerstag mit 63,81 Dollar festgelegt, wie das OPEC-Sekretariat mitteilte. Am Mittwoch hatte ein Barrel noch 65,60 Dollar gekostet. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte zu. In London wurde die Feinunze (31,1 Gramm) zuletzt für 3.333,85 US-Dollar gehandelt und damit 1,18 Prozent über dem Vortageswert.
kat/mik
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Quelle: APA
