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Wiener Börse (Schluss) - ATX geht höher ins Wochenende

09.05.2025, 18:04:00

Leitindex legt 0,39 Prozent zu - Hoffnung auf Fortschritte in den Verhandlungen zwischen USA und China stützen Börsen - Ölwerte fester, Bauaktien im Minus - Agrana legen nach Zahlen zu

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Details zu Branchen und Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag mit
Kursgewinnen beendet. Der heimische Leitindex ATX schloss um 0,39
Prozent fester auf 4.310,65 Punkte. Auch das europäische
Börsenumfeld zeigte sich mit Aufschlägen. Angetrieben wurden die
Aktienmärkte von der Aussicht auf eine mögliche Deeskalation im
Handelskonflikt.
US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag ein erstes
Handelsabkommen nach der Verhängung weltweiter Zölle vermeldet. In
einem live im Fernsehen übertragenen Telefonat gab er zusammen mit
dem britischen Premierminister Keir Starmer die Vereinbarung
bekannt, deren Details noch ausgearbeitet werden sollen. Am Freitag
haben sich auch die Schweiz und die Vereinigten Staaten darauf
verständigt, ihre Handelsgespräche zu beschleunigen.
Die Einigung der USA und Großbritannien auf einen Handelspakt
machte an den Märkten Hoffnung auf Fortschritte bei den
Verhandlungen mit China. US-Finanzminister Scott Bessent und der
US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer wollen am Wochenende in der
Schweiz mit Vertretern der Volksrepublik China für Gespräche
zusammentreffen.
US-Präsident Donald Trump hat vor dem Treffen niedrigere Zölle
für Importe aus China ins Spiel gebracht. "80-Prozent-Zölle auf
China scheinen richtig zu sein!", schrieb er in seinem
Kurznachrichtendienst Truth Social. Bisher gelten Zölle von bis zu
145 Prozent auf Waren aus der Volksrepublik.
Mit Blick auf die Branchentafel zeigten sich Ölwerte am Freitag
gut gesucht. OMV gewannen 0,9 Prozent, bei Schoeller-Bleckmann ging
es um 4,9 Prozent nach oben. Bauaktien gaben hingegen nach. Porr und
Strabag fielen um jeweils 0,5 Prozent. Deutliche Abschläge von 6,1
Prozent nahmen RHI Magnesita mit ins Wochenende.
Am anderen Ende des Kurszettels lagen AT&S, die um 3,6 Prozent
anzogen. Der Leiterplattenhersteller plant, für das Geschäftsjahr
2024/25 keine Dividende auszuschütten. Das schlägt der Vorstand der
Hauptversammlung am 3. Juli vor. Der Gewinn solle stattdessen zur
Stärkung der Bilanz verwendet werden. Das Jahresergebnis für das
Geschäftsjahr 2024/25 wird am 15. Mai 2025 veröffentlicht.
Agrana präsentierte bereits Jahresergebnisse, die Aktien legten
in Reaktion 0,9 Prozent zu. Preisdruck bei Zucker und die
Schließungen von zwei Zuckerfabriken in Österreich und Tschechien
haben den Zuckerkonzern im Geschäftsjahr 2024/25 deutlich belastet.
Das Betriebsergebnis (Ebit) im Zuckersegment drehte von plus 40,4
Mio. Euro auf minus 91,1 Mio. Euro. Das den Aktionären zurechenbare
Konzernergebnis lag bei minus 4,3 Mio. Euro nach einem Gewinn von
64,9 Mio. im Vorjahr.
Die gemeldeten Zahlen bestätigten im Wesentlichen die schon
publizierten vorläufigen Ergebnisse und brachten keine Überraschung,
schrieben die Analysten der Erste Group in einer ersten Reaktion.
Der langfristige Unternehmensausblick bleibt zwar vielversprechend,
kurzfristig dürfte die Agrana aber weiter mit einem herausfordernden
Marktumfeld kämpfen, so die Experten. Sie bleiben daher vorerst bei
ihrer "Hold"-Empfehlung für Agrana-Aktien.
Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Aktien von Lenzing von
32 auf 35 Euro angehoben. Die Anlageempfehlung lautet weiterhin
"Hold". Lenzing-Papiere gaben 0,9 Prozent auf 28,55 Euro nach.
kat/ste
 ISIN  AT0000999982


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