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Wiener Börse (Schluss) - ATX legt um 1,09 Prozent zu

29.04.2025, 17:53:00

Mehrheitlich positives Umfeld - Impulse von laufender Berichtssaison - BAWAG und Mayr-Melnhof nach Zahlen im Plus - Pierer Mobility tiefer

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Details zu Unternehmensergebnissen, Kursveränderungen
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Die Wiener Börse hat am heutigen Dienstag mit fester
Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX stieg gegenüber dem
Montag-Schluss (4.052,31) um 1,09 Prozent auf 4.096,41 Zähler. Der
ATX Prime schloss mit einem Plus von 1,13 Prozent bei 2.068,38
Einheiten.
Das europäische Umfeld zeigte sich mehrheitlich im grünen Bereich
und auch die US-Aktienmärkte starteten überwiegend freundlich in die
Sitzung. Neben zahlreichen Konjunkturdaten sorgte in Wien vor allem
die auf Hochtouren laufende Berichtssaison für Impulse. So rückten
BAWAG, Mayr-Melnhof, Pierer Mobility und Warimpex mit ihren
Ergebnisvorlagen in den Fokus.
BAWAG zogen um 5,8 Prozent an. Das Institut hat im ersten Quartal
2025 deutlich mehr Gewinn geschrieben als noch ein Jahr zuvor. Der
Nettogewinn von 201 Mio. Euro bedeutet eine Steigerung um rund 20
Prozent, teilte die Bank mit. Vor allem ein starkes Plus bei den
Zinserträgen sorgte für operative Kernerträge von fast 535 Mio.
Euro. Den Ausblick für das Gesamtjahr 2025 bestätigte die BAWAG.
Die übrigen Bankwerte zeigten sich uneinheitlich. Während
Raiffeisen um 0,3 Prozent nachgaben, konnten sich Erste Group um 0,4
Prozent auf 61,70 Euro verbessern. Die Analysten von Deutsche Bank
Research haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Erste-Aktien
bestätigt. Das Kursziel wird weiterhin bei 72,0 Euro gesehen.
Die Raiffeisenbank Russland ist am Dienstag mit einem
außerordentlichen Rechtsmittel gescheitert, mit dem sie eine
Aufschiebung einer Milliardenzahlung an den russischen
Strabag-Aktionär Rasperia Trading Limited hätte erwirken wollen.
Nachdem eine erstinstanzliche Entscheidung am vergangenen Donnerstag
von einem Berufungsgericht in St. Petersburg bestätigt und somit
rechtskräftig wurde, hatte sich die Bank vergeblich an ein
höherstehendes Gericht gewandt.
Mayr-Melnhof legten um 1,7 Prozent zu. Der Kartonhersteller hat
den Nettogewinn im ersten Quartal auf 21,1 Mio. Euro deutlich
gesteigert. Das ist fast doppelt so viel wie die 10,9 Mio. Euro im
ersten Quartal 2024. Der Umsatz blieb stabil, er stieg leicht im
ersten Quartal um 1,7 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro.
Aktien der Pierer Mobility rutschten 5,8 Prozent ins Minus. Die
Mutter des insolventen Motorradherstellers KTM hat im Vorjahr beim
Betriebsergebnis (EBIT) einen Verlust von 1,188 Mrd. Euro
geschrieben. Dies hatte Pierer Mobility am Montagabend in einer
Ad-hoc-Mitteilung mitgeteilt. Der Umsatz sei um 29 Prozent auf 1,879
Mrd. Euro eingebrochen, und auch für heuer werde ein negatives
operatives Ergebnis erwartet.
Ergebnisse gab es auch von Warimpex. Der Immobilienentwickler hat
2024 einen hohen Jahresverlust von 84,8 Mio. Euro eingefahren. Grund
dafür sind vor allem Abschreibungen im Zuge des Russland-Exits. Ohne
Russland hätten sich die Verluste auf 16,2 Mio. Euro belaufen.
Operativ verlief das Geschäft hingegen stabil: Der Umsatz kletterte
um 14 Prozent auf 21,5 Mio. Euro, das operative Ergebnis (EBITDA)
war mit 1,1 Mio. Euro positiv. Die Aktien zeigten sich unverändert.
Am Abend nach Börsenschluss in Wien stehen noch Zahlen von der
Telekom Austria sowie von EuroTeleSites auf dem Programm.
Telekom-Aktien gewannen im Vorfeld 1,7 Prozent, EuroTeleSites
schlossen um 0,8 Prozent tiefer.
ger/mik
 ISIN  AT0000999982


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