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Wiener Börse schließt etwas höher, ATX legt 0,33 Prozent zu

24.04.2025, 17:54:00

Weitere Gewinne beim heimischen Leitindex nach starken Vortageszuwächsen

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Kursveränderungen von Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat am Donnerstag etwas höher
geschlossen. Der heimische Leitindex ATX legte um weitere 0,33
Prozent auf 4.025,43 Einheiten zu, nachdem er zur Wochenmitte
bereits starke 2,28 Prozent gewonnen hatte.
An den europäischen Leitbörsen herrschten nach dem jüngsten
Erholungsschub zum Sitzungsende ebenfalls überwiegend positive
Vorzeichen vor, nachdem die Verlaufsverluste in Zuwächse umgewandelt
worden waren. Vor allem im Späthandel unterstützte eine positive
Tendenz an der Wall Street auch in Europa die Aktienkurse.
Die Spannungen an den Finanzmärkten haben sich zuletzt etwas
gelöst, was wohl auch mit fehlenden Negativ-Schlagzeilen zum Thema
US-Zölle zu erklären ist, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem
Tageskommentar. Vielmehr machen sich Hoffnungen auf eine
Handelseinigung der USA mit Indien und Japan breit und es gibt
Entspannungssignale im Zollstreit mit China, hieß es weiter.
Am heimischen Aktienmarkt rückte Pierer Mobility mit einer
Meldung ins Blickfeld der Akteure. Bei der wichtigsten Tochter, KTM,
wird ab Montag das Werk in Mattighofen erneut für drei Monate
heruntergefahren. Grund für die Stilllegung der Produktion des
Motorradherstellers seien fehlende Bauteile, bestätigte eine
Sprecherin von KTM einen ORF-Bericht. Die Pierer-Papiere reagierten
mit minus 2,9 Prozent.
Die Aktien von der Raiffeisen Bank International (RBI) büßten
knappe 0,1 Prozent ein. Ein Handelsberufungsgericht in St.
Petersburg hat die Berufungen der Strabag, von österreichischen
Aktionären des Baukonzerns sowie der Raiffeisenbank Russland
abgelehnt. Die erstinstanzliche Gerichtsentscheidung vom 20. Jänner
2025, wonach die RBI-Tochter Raiffeisenbank Russland mehr als zwei
Milliarden Euro an den russischen Strabag-Aktionär Rasperia Trading
Limited zahlen und deren Strabag-Aktien übernehmen muss, erlangt
somit wie erwartet Rechtskraft. Die Strabag-Titel fielen um 2,4
Prozent.
Polytec-Papiere legten nach Zahlenvorlage klare vier Prozent zu.
Der Autozulieferer hat im Geschäftsjahr 2024 den Umsatz um 6,6
Prozent auf 677,8 Mio. Euro gesteigert und ein positives
Betriebsergebnis erzielt. Das EBIT drehte mit 3,9 Mio. Euro deutlich
ins Plus, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 6,7 Mio. Euro
ausgewiesen worden war. Das Nettoergebnis blieb jedoch mit -6,9 Mio.
Euro negativ. Auch für 2024 soll keine Dividende gezahlt werden.
Im Technologiebereich gewannen AT&S 3,5 Prozent. Die OMV-Titel
legten 2,1 Prozent zu. Von Analystenseite meldete sich die Deutsche
Bank und revidierte ihr Kursziel für die Verbund-Aktie von 62 auf 60
Euro leicht nach unten. Das Anlagevotum "Sell" wurde zudem
bestätigt. Die Papiere des Energieversorgers schlossen mit plus 0,7
Prozent auf 66,45 Euro.
Die Experten der Baader Bank meldeten sich ebenfalls zum Verbund
und haben ihre Gewinnprognosen nach unten angepasst. Das Anlagevotum
für die Aktien des Energiekonzerns lautet ebenfalls unverändert auf
"Reduce", das 6-Monats-Kursziel wurde gleichzeitig von 67,9 auf 65
Euro gekürzt.
Agrana schlossen prozentuell unverändert. Der Zuckerkonzern ist
im Geschäftsjahr 2024/25 in die Verlustzone gerutscht. Pro Aktie
steht ein Verlust von 0,07 Euro. Der operative Gewinn (EBIT) brach
noch stärker als bisher erwartet ein, auf 40,5 Mio. Euro.
ste/sto
 ISIN  AT0000999982


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