Ausführungsplatz
Was ist Best Execution?
Rechtsträger (Kreditinstitute, Wertpapierfirmen, Wertpapierdienstleistungsunternehmen,
Versicherungsunternehmen, ua.), die Kundenaufträge zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten
ausführen, haben dafür eine Durchführungspolitik („Best Execution Policy“) festzulegen. Bei der
Erstellung der Durchführungspolitik sind alle zur Erzielung des bestmöglichen Ergebnisses für den
Kunden relevanten Aspekte, insbesondere der Kurs, die Kosten, die Schnelligkeit, die
Wahrscheinlichkeit der Ausführung und der Abwicklung, der Umfang sowie die Art des Auftrags, zu
berücksichtigen. Die Durchführungspolitik enthält Angaben zu den verschiedenen Ausführungsplätzen,
an denen Kundenaufträge ausgeführt werden, und die Faktoren, die für die Wahl des
Ausführungsplatzes ausschlaggebend sind.
Der Ausführungsplatz Wien
Als Gründe für die Wahl eines der Wiener Börse AG betriebenen Marktes als Ausführungsplatz können
zum Beispiel herangezogen werden:
- hohe Liquidität im fortlaufenden Handel durch das Betreuersystem der Wiener Börse AG mit Specialists bzw. Market Makern, die permanent Kauf- und Verkauforders in den Markt stellen
- hohe Ausführungswahrscheinlichkeit im fortlaufenden Handel durch verbindliche Kauf- und Verkauforders der Specialists bzw. Market Maker
- hohe Liquidität in der Auktion durch Konzentration der Liquidität auf einen bestimmten Zeitpunkt hohe Ausführungswahrscheinlichkeit durch Verfügbarkeit aller üblichen Orderformen
- hohe Abwicklungswahrscheinlichkeit durch den zentralen Kontrahenten „Central Counterpart Austria“ (CCP.A)
- hohe Ausführungsqualität durch technisches Know-How und die enge Zusammenarbeit zwischen der Wiener Börse AG und ihren Kunden
- transparente Preisbildung nach Preis-Zeit-Priorität im fortlaufenden Handel und Meistausführungsprinzip in der Auktion
- günstige Preise durch Kauf- und Verkaufsorders der Specialists bzw. Market Maker nahe am fairen Wert
- hohe Ausführungsgeschwindigkeit durch sofortiges Matching in einem vollelektronischen Marktmodell