25.05.2013 English Kontakt

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Warenbörse

Die 1872 gegründete allgemeine Warenbörse wurde im Jahre 1876 mit der Wiener Börse vereinigt. Seit dieser Zeit hat die Wiener Börse zwei Abteilungen, nämlich die Wertpapierbörse und die Warenbörse. Wien war allerdings nie ein bedeutender Warenbörseplatz. Lediglich in den Jahren 1921 bis 1924 wurden in großer Anzahl Warenbörsegeschäfte abgeschlossen. Die Bedeutung der Wiener Warenbörse für die Wirtschaft liegt heute vor allem in den für Warenbörsen typischen Hilfseinrichtungen, wie der Herausgabe von Kursblättern über wichtige Verkehrsgegenstände, der Ausarbeitung von Usancen, der Durchführung von Expertisen und Musterziehungen sowie schließlich in der Einrichtung des Schiedsgerichtes.

Eine neue Bedeutung erlangt die Warenbörse durch den mit 21.03.2002 eingeführten Handel mit elektrischer Energie sowie durch den mit 11.12.2009 eingeführten Handel mit Gas-Kontrakten.

Energy Exchange Austria (EXAA)

Die Wiener Börse AG hat die EXAA Abwicklungsstelle für Energieprodukte AG (kurz EXAA) damit beauftragt, ein automatisches Handelssystem für den Handel mit Energieprodukten an der Wiener Börse als allgemeine Warenbörse zur Verfügung zu stellen und zu betreiben und als Abwicklungsstelle gemäß § 26 Abs. 3 Börsegesetz für die Abwicklung der im Handel mit Energieprodukten abgeschlossenen Börsegeschäfte tätig zu sein. Der Handel in elektrischen Energieprodukten erfolgt ausschließlich über das für von der EXAA eingerichtete automatisierte Handels- und Abwicklungssystem smart.XTRADE gemäß den dafür geltenden speziellen allgemeinen Geschäftsbedingungen (Sonderbedingungen) für die Wiener Börse als Warenbörse.

Aktionäre der EXAA sind neben der Wiener Börse AG, die Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft, die smart technologies Management-Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., die APCS Power Clearing and Settlement AG und acht Energieversorgungsunternehmen.

Mehr Informationen über den Handel mit elektrischer Energie finden sie unter www.exaa.at

Spotmarkt der CEGH Gas Exchange der Wiener Börse

Die Wiener Börse AG betreibt in Kooperation mit der Central European Gas Hub AG (CEGH) die CEGH Gas Exchange der Wiener Börse. CEGH ist Betreiber eines Gas Hubs und damit Drehscheibe der Gasströme im Marktgebiet Ost. Im Rahmen des Börsehandels übernimmt die Wiener Börse AG Aufgaben der Zulassung, der Handelsüberwachung und der operativen Marktsteuerung. Die Betreuung der Kunden und die Produktentwicklung sind überwiegend Aufgabe der CEGH. Der Handel wird über das Handelssystem Trayport ETS durchgeführt. Die Abwicklung der Börsegeschäfte erfolgt über die European Commodity Clearing AG (ECC) in Leipzig als Central Counterparty und Abwicklungsstelle, die physische Abwicklung erfolgt über die CEGH.

Eigentümer des CEGH sind neben der OMV Gas & Power GmbH mit einem Anteil von 65% die Wiener Börse AG (20%) und die Slovak Eustream s.a. (15%).

Weitere Informationen finden sie unter www.ceghex.com