Kassa- und Terminmarkt
Die Palette von Produkten, die an der Börse gehandelt werden, ist breit. Grundsätzlich kann der
Handel in den Kassamarkt und Terminmarkt unterteilt werden:
Der Kassamarkt
Am Kassamarkt werden die so genannten Basiswerte gehandelt – das können Wertpapiere (Aktien und
Anleihen) oder Waren, wie zum Beispiel Rohstoffe, sein. Der Kassamarkt zeichnet sich durch das
zeitliche Zusammenfallen von Geschäftsabschluss und Geschäftserfüllung aus: Kauft beispielsweise
jemand eine Aktie, so ist derjenige ab diesem Moment Miteigentümer am Gesamtvermögen einer
Aktiengesellschaft.
Der Terminmarkt
Am Terminmarkt werden Optionen und (Finanz-)Terminkontrakte gehandelt und abgewickelt. Die
Erfüllung eines Geschäftes erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt. Preis, Menge und Liefertermin
werden aber von den Vertragspartnern bereits bei Geschäftsabschluss fix vereinbart. Ein Beispiel
für ein Termingeschäft: Ein Getreideproduzent befürchtet einen Preisverfall für das Getreide, das
er in etwa vier Monaten ernten wird. Eine Großbäckerei, die in vier Monaten eine bestimmte
Getreidemenge benötigt, befürchtet eine Steigerung des Getreidepreises. Zum Ausgleich ihrer
jeweiligen Risiken einigen sich die beiden auf die Lieferung einer bestimmten Getreidemenge zu
einem bestimmten Termin und zu einem vorab definierten Preis. Durch dieses Termingeschäft kennen
beide Vertragspartner bereits ihren jeweiligen Kauf- und Verkaufspreis im Voraus und können ihre
Geschäfte besser planen. Gleichzeitig vergeben sie aber auch die Chance, dass sich der Preis zu
ihren Gunsten entwickelt.