21.05.2012 English Kontakt

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Das Handelsprinzip

Auch heute bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis der an einer Börse gehandelten Wertpapiere, Devisen oder Rohstoffe. Wie das funktioniert? Der Handel wird nicht direkt zwischen Käufer und Verkäufer abgeschlossen, sondern von dazu berechtigten Maklern, und die gehandelten Güter sind nicht physisch anwesend. Anleger erledigen also ihre Geschäfte weder vor Ort noch selbst, sondern beauftragen über ihre Bank einen Wertpapier-Händler damit, eine bestimmte Anzahl von Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Oder sie arbeiten mit einem Discount-Broker beim Online-Aktienhandel.

Präsenz- und Computerbörse

Wer kennt sie nicht, die Szenen aus Filmen oder Nachrichten-Sendungen: Bilder vom „Floor“ einer Börse, auf dem hektische Menschen mit hoffnungsvollem oder verzweifeltem Gesichtsausdruck heftig gestikulieren und durcheinander schreien? Das englische Wort „Floor“, zu deutsch „Börseparkett“, bezeichnet den Ort, an dem der Börsehandel im Börsegebäude stattfindet. Solche Bilder entsprechen den traditionellen Vorstellungen von einer „Präsenzbörse“, bei der die handelnden Personen, die Händler, vor Ort anwesend sind. Im Gegensatz zur klassischen Parkett- oder Präsenzbörse hat sich inzwischen als zeitgemäße Innovation die Computerbörse herausgebildet, in der die Händler ihre Aufträge (Orders) über vernetzte Handelssysteme eingeben. Auch der Handel an den Märkten der Wiener Börse AG läuft seit einigen Jahren vollelektronisch – sie ist somit keine Präsenzbörse mehr.