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Rohstoffe (11.00) - Brent-Ölpreis am Vormittag tiefer

14.08.2020, 11:01:00

Analyst: Fundamentaldaten weiter schwach - Goldpreis bleibt nach Preisrutsch vom Dienstag unter Druck

Der Brent-Ölpreis ist am Freitagvormittag gesunken. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Nordseesorte Brent notierte gegen 11.00 Uhr um 0,58 Prozent tiefer bei 44,70 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag war er zuletzt mit 44,96 Dollar gehandelt worden.

"Ein erneuter Anlauf auf die Mehrmonatshochs der Ölpreise scheiterte gestern an den nach wie vor schwachen Fundamentaldaten", kommentierte der Commerzbank-Rohstoffexperte Eugen Weinberg die jüngsten Entwicklungen am Ölmarkt. Nach OPEC und EIA habe die zuvor optimistischer gestimmte IEA ihre Nachfrageprognose für 2020 ebenfalls gesenkt und ihre Aufwärtsrevision für Juli wieder zurückgenommen. Ausschlaggebend dafür sei vor allem eine geringere Nachfrage nach Kerosin gewesen, erläuterte Weinberg weiter.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Donnerstag unterdessen etwas gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat in Wien am Donnerstag mitteilte, wurde der Preis pro Barrel bei 45,34 US-Dollar festgesetzt. Am Mittwoch war der Preis noch bei 45,08 Dollar gelegen. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich am Freitagvormittag ebenfalls mit Abschlägen. Gegen 11.00 Uhr wurde die Feinunze (31,10 Gramm) mit 1.949,11 US-Dollar gehandelt (nach 1.957,38 Dollar am Donnerstag). Das Edelmetall täte sich weiter schwer, sich vom kräftigen Preisrückgang am Dienstag zu erholen, analysiert der Analyst Carsten Fritsch von der Commerzbank die Situation am Goldmarkt. Sofern im weiteren Tagesverlauf kein außerordentlicher Preisanstieg erfolge, dürfte damit die Serie von neun Wochenanstiegen in Folge enden.

(Schluss) dkm/ger


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Quelle: APA, Meldungen der letzten 4 Wochen