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CA Immo "gut gerüstet für Corona-Krise" - Märkte im Ruhezustand

26.03.2020, 12:45:00

CEO verweist auf Mieterstruktur, Liquidität und Eigenkapital - Zu knapp 90 Prozent im Bürosektor tätig mit "Top-Mietern" und staatlichen Mietern -"Auch im Branchenvergleich gut aufgestellt"

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KORREKTUR-HINWEIS
In APA0267 vom 26.03.2020 muss es im siebenten Absatz, letzten Satz,
richtig heißen: ...  mit stabilem (nicht: positivem) Ausblick  ...
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Die börsennotierte CA Immo, die voriges Jahr einen
Rekord-Nettogewinn eingefahren hat, sieht sich vergleichsweise gut
aufgestellt für die Coronavirus-Krise. CEO Andreas Quint verwies am
Donnerstag auf Mieterstruktur, Liquidität und
Eigenkapitalausstattung des Unternehmens. Die Immobilienmärkte seien
aber "in einen Schlafzustand gegangen".
Alle An- und Verkaufsaktivitäten seien praktisch eingestellt, es
seien auch etwa keine Besichtigungen von Büros mehr möglich - die CA
Immo ist zu 90 Prozent im Bürobereich aktiv. "Die Märkte sind in
einem Ruhezustand - da ist einmal die Pausetaste gedrückt."
Das gleiche gelte für Entwicklungsprojekte, wo sich etwa die
Frage stelle, ob man überhaupt Bauarbeiter bekomme, so Quint. Die CA
Immo trage der Sperrsituation voll Rechnung, "wir können auch in der
Home-Office-Situation weiterarbeiten. Die Mitarbeiter bewältigen die
Situation sehr gut." Die drei Vorstandsdirektoren waren in der
telefonischen Bilanzpressekonferenz übrigens aus Wien, Frankfurt und
Berlin zugeschaltet.
Die CA Immo könne ihr Unternehmen "nahezu problemlos
weiterführen", betonte Quint: "Wir gehören zu den drei Prozent der
Unternehmen mit den geringsten Problemen in der Corona-Krise." Man
sei keine Airline und kein Restaurantbetreiber und müsse auch nicht
"täglich produzieren". Auch sei man kaum bei Einzelhandelsimmobilien
mit einer niedrigeren Eigenkapitalquote engagiert. "Wir sind sehr
gut aufgestellt im Vergleich zu anderen Unternehmen und anderen
Unternehmen der eigenen Branche", so der CEO:
"Wir sehen uns ausgesprochen gut gerüstet für die Krise, die sich
vielleicht noch weiter zuspitzen wird", meinte Quint. In offiziellen
Statements höre er immer wieder: "Wir stehen erst am Beginn der
Pandemie", deshalb würden Prognosen mit "konkreten Zahlen" für das
heurige Jahr "derzeit keinen Sinn" machen.
Mit 89 Prozent Büroanteil am fast voll ausgelasteten, zu 96
Prozent vermieteten Bestandsportfolio, sehr guter Standort- und
Gebäudequalität sowie einer branchendiversifizierten Mieterstruktur
verfüge man über "hohe Resilienz", hatte die CA Immo schon am
Mittwochabend erklärt. Man sei fokussiert auf Top-Mieter und
staatliche Mieter, betonte Quint am Donnerstag: "Wir gehen von der
Bonität der Mieter aus. Wir fühlen uns da sehr wohl." Der größte
Einzelmieter (PwC) stellt nur 2,8 Prozent der Mieten, gefolgt von
Frontex mit 2,7 Prozent, die Top-20 zusammen 32 Prozent.
Die Bilanz sei mit über 50 Prozent Eigenkapitalquote robust, die
Ausstattung mit 439 Mio. Euro liquiden Mitteln Ende 2019 "sehr
komfortabel" - 2018 waren es 374 Mio. Euro. Zusätzlich verfüge man
über 400 Mio. Euro Nettoeinnahmen aus der Bond-Emission im Feber,
das biete "stabilen Rückhalt" und ermögliche "Investitionen auch in
schwierigerem Marktumfeld". Die Finanzierungskosten wurden auf 1,6
(1,7) Prozent per Jahresende weiter abgesenkt. Heuer gebe es
Fälligkeiten nur aus Projekten, nicht aus Bonds. Erst kürzlich, am
18. März, hat Moody's das Baa2-Rating mit stabilem Ausblick
bestätigt.
2019 stieg das Konzernergebnis um 29 Prozent auf die Rekordhöhe
von 393 Mio. Euro. Die Dividende soll um elf Prozent von 0,90 auf
einen Euro je Aktie angehoben werden - jedoch behalten sich Vorstand
und Aufsichtsrat wegen der Coronavirus-Krise eine laufende
Evaluierung und allfällige Änderung dieses Beschlussvorschlags vor.
Das Immo-Vermögen steigerte die CA Immo voriges Jahr durch
starkes organisches Wachstum um 16 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro, davon
83 Prozent Bestandsimmobilien. Das Bestandsportfolio von 4,3 Mrd.
Euro liegt zu 47 Prozent in Osteuropa, zu 40 Prozent in Deutschland
und 13 Prozent in Österreich. Die Rendite lag bei 5,5 (5,8) Prozent.
Geholfen bei der Gewinnsteigerung hat das hohe
Neubewertungsergebnis von 463 Mio. Euro - das reflektiere die
profitable Entwicklungstätigkeit und das sehr gute Marktumfeld in
Deutschland. 36 Prozent des Neubewertungsergebnisses resultierten
laut CFO Andreas Schillhofer aus den eigenen Entwicklungsprojekten,
50 Prozent aus Investment Property und 14 Prozent aus der Landbank.
Non-Core-Assets wurden im Ausmaß von 190 Mio. Euro verkauft, dafür
wurden 258 Mio. Euro in Core-Assets investiert, sagte CIO Keegan
Viscius.
Die Mieterlöse wuchsen 2019 um 15 Prozent auf 221 Mio. Euro. Für
heuer geht Quint davon aus, dass der "weit überwiegende Teil" der
Mieten hereinkommen und es "nur in Ausnahmen" die Möglichkeit geben
wird, dass Mieter nicht zahlen müssen. Ein eigenes Team sei hier im
Einsatz, auch für Stundungslösungen. Dabei führe man etwa mit einem
Kleingewerbetreibenden "andere Gespräche" als mit einem
internationalen Großkonzern.
Die Cash-Generierungs-Größe FFO I kletterte um 13 Prozent auf 133
Mio. Euro, über die mindestens angepeilte Marke von 125 Mio. Euro
hinaus. Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity) legte auf 14 (12)
Prozent zu, der Nettovermögenswert (EPRA-NAV) je Aktie um 15 Prozent
auf 38,37 Euro.
Im Herbst hat sich die CA Immo von ihren restlichen
Immofinanz-Aktien getrennt. In Summe lukrierte sie mit dem Verkauf
von 4,9 Prozent einen Return on Investment (ROI) von 15 Prozent bzw.
19 Mio. Euro auf die insgesamt investierten 130 Mio. Euro. Insgesamt
lukrierte sie einen Return von rund 15 Prozent auf das Investment.
(Schluss) sp/itz/cs
 ISIN  AT0000641352
 WEB   http://www.caimmo.com


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