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Rohstoffe (11.00) - Brent-Ölpreis gibt erneut nach

26.03.2020, 11:42:00

Goldpreis knapp behauptet

Die Ölpreise haben am Donnerstag leicht nachgegeben, nachdem die jüngste Erholung am Vortag bereits an Schwung verloren hatte. Gegen 11.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 26,68 US-Dollar. Das waren 88 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI sank um 44 Cent auf 23,74 Dollar.

Trotz des US-Konjunkturpakets im Umfang von 2 Billionen US-Dollar, auf das sich der Senat am Mittwoch verständigt hatte, wurden die Risiken des anhaltenden Nachfrageschocks im Zuge der Coronavirus-Krise von den Marktteilnehmer zuletzt als gewichtiger eingestuft. Anleger am US-Ölmarkt zeigten sich wegen des wachsenden Angebotsüberschusses weiter besorgt. Es gibt die Erwartungen, dass die Lagerbestände an Rohöl in den nächsten Wochen und Monaten stark anschwellen werden.

Im Preiskrieg zwischen wichtigen Förderländern fand am Dienstag ein Telefonat zwischen US-Außenminister Pompeo und dem saudischen Kronprinzen statt. "Unterdessen haben die Pläne des US-Energieministers Brouillette, 77 Mio. Barrel Rohöl für die Strategischen Ölreserven zu kaufen, vorerst einen Dämpfer im US-Kongress bekommen, nachdem die dafür vorgesehenen Mittel wohl nicht in das große Corona-Stützungspaket aufgenommen wurden. Als weitere Maßnahme zum Schutz der US-Ölindustrie werden nun Zölle für Rohölimporte diskutiert." schreibt Carsten Fritsch in seinem Tageskommentar der Commerzbank zum Rohstoffmarkt.

Auch wenn sich zwischen der OPEC-Führungsnation Saudi-Arabien und Russland noch keine Entspannung abzeichnet, erwartet das Analysehaus BCA Research eine Wiederauflage der Absprache zwischen den Ländern der OPEC+, einem Zusammenschluss von OPEC-Staaten und anderen Förderländern, bevor mangelnde Lagerkapazitäten den Ölpreis weiter abstürzen lassen. Eine Einigung in der OPEC+ könnte für eine deutlichen Normalisierung am Ölmarkt sorgen. Den Anteil der Coronavirus-Krise am Ölpreis-Absturz schätzen die Experten von BCA derzeit auf etwa 65 Prozent.

Der Goldpreis hat sich unterdessen knapp behauptet präsentiert. In London kostete eine Feinunze zuletzt 1.606,38 Dollar nach 1.608,07 am Vortag.

(Schluss) rai/ger


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Quelle: APA, Meldungen der letzten 4 Wochen