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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX bleibt im Verlauf im roten Bereich

31.01.2020, 14:22:00

Agrana nach Übernahme fester - Porr begab nachrangige Anleihe

Die Wiener Börse hat am Freitagnachmittag weiter Kursverluste verzeichnet. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 3.085,09 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 16,39 Punkten bzw. 0,53 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,33 Prozent, FTSE-100/London -0,72 Prozent und CAC-40/Paris -0,40 Prozent.

Nach einer höheren Eröffnung drehte der österreichische Leitindex bereits am Vormittag ins Minus. Die europäischen Leitbörsen legten eine ähnliche Bewegung hin. Weiterhin sorgt die Ausbreitung des Coronavirus für Unsicherheit an den Märkten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Vorabend wegen des Ausbruchs des Coronavirus eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen. Gleichzeitig hatte die WHO aber betont, dass derzeit keine Reise-und Handelsbeschränkungen nötig seien.

Bei den Einzelwerten waren die Aktien der Agrana mit einem Plus von 1,80 Prozent auf 19,24 Euro die größten Gewinner im prime market. Der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern übernimmt seinen langjährigen Vertriebspartner aus den USA, Marroquin Organic International. Das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien kümmert sich um den US-Vertrieb von Stärkeprodukten der Agrana. Unterstützung für die Agrana-Papiere kam auch vom Rohstoffmarkt, der Zuckerpreis setzte seine jüngste Aufwärtsbewegung fort.

Außerdem hat die Porr eine nachrangige Anleihe mit einem Volumen von 150 Mio. Euro begeben. Weiters wurden von dem 2017 emittierten Bond rund 25,7 Mio. Euro zurückerworben. Die neue Anleihe, die bei institutionellen Investoren platziert wurde, hat eine unbegrenzte Laufzeit, kann aber nach fünf Jahren vorzeitig durch die Emittentin zurückgezahlt werden. Die Porr-Aktien lagen am Nachmittag 0,25 Prozent im Minus und standen damit bei 15,76 Euro.

Eine neue Analysteneinschätzung lag unterdessen zur voestalpine vor. Die Erste Group hat ihr Kursziel für die Titel des Linzer Stahl- und Technologiekonzerns von 28,00 auf 23,50 Euro gesenkt und ihre "Hold"-Empfehlung bestätigt. Allerdings schreibt Erste-Analyst Michael Marschallinger in der neuen Studie, dass er ab dem laufenden Quartal eine gewisse Erholung erwarte. Die Aktie weise aktuell ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil auf. Die Titel stiegen im Frühhandel zunächst um knapp zwei Prozent, gaben ihre Kursgewinne jedoch wieder ab und tendierten zuletzt um 0,09 Prozent tiefer bei 22,10 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX kurz nach Handelsbeginn bei 3.112,67 Punkten, das Tagestief lag um 12.53 Uhr bei 3.078,18 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,48 Prozent bei 1.561,16 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 14 Titel mit höheren Kursen, 20 mit tieferen und vier unverändert.

Bis dato wurden im prime market 1.154.998 (Vortag: 1.641.933) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 30,08 (46,13) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 120.252 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 3,99 Mio. Euro entspricht.

(Schluss) dkm/kat

 ISIN  AT0000999982


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