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APA News

Klimagipfel: Wissenschaftler schlagen bei Thunberg-Event Alarm

10.12.2019, 12:32:00

Renommierte Wissenschaftler aus aller Welt haben bei einer Veranstaltung der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg beim Weltklimagipfel vor den verheerenden Bedrohungen durch die Klimakrise gewarnt. "Die Diskrepanz zwischen dem, was hier hinter verschlossenen Türen bei den Verhandlungen passiert und der Realität da draußen ist verstörend", sagte Rachel Cleetus von der Union of Concerned Scientists (Vereinigung besorgter Wissenschaftler). "Wo immer wir hinschauen, sehen wir schon Veränderungen durch den Klimawandel, von den höchsten Bergen über die entlegensten Regionen bis hin zu den tiefsten Ozeanen", betonte Ko Barrett vom Weltklimarat (IPCC).

Die 16-jährige Thunberg und ihre deutsche Mitstreiterin Luisa Neubauer hatten das Event in Madrid organisiert. "Es ist toll, dass so viele junge Leute hier in Madrid sind, aber wir müssen auch die Wissenschaftler anhören", sagte die junge Schwedin. Neubauer fügte hinzu: "Seit dem letzten Gipfel 2018 in Kattowitz ist viel passiert, jeder kennt heute den Namen Fridays for Future." Wenn es aber nun keine konkreten Ergebnisse gebe, dann sei letztlich gar nichts erreicht worden. Deshalb seien wissenschaftliche Daten so wichtig, um Druck auf die Entscheidungsträger auszuüben.

Sivan Kartha vom Stockholm Environment Institute erläuterte eindringlich, dass die Folgen der Erderwärmung völlig unklar seien, "weil es so etwas noch nie gegeben hat". Wenn das Ziel des Pariser Klimapaktes, die globale Erwärmung auf unter zwei Grad und möglichst unter 1,5 Grad zu begrenzen, nicht erreicht werde, drohten aber Katastrophen - etwa durch Monsune, das Absterben der Korallenriffe und Waldbrände. "Was passiert, wenn die Erde drei, vier oder sogar fünf Grad wärmer wird? Wir wissen es nicht, und wir können es nicht wissen." So zu tun, als könnten die Konsequenzen abgeschätzt werden, "ist keine Wissenschaft, sondern Wahnsinn", so Kartha./cfn/ted/DP/jha

AXC0171 2019-12-10/12:32


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Quelle: APA, Meldungen der letzten 4 Wochen