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Wienerberger erlitt im Coronajahr 2020 herben Gewinneinbruch

02/24/2021, 08:58:00

Nettoergebnis sank gegenüber 2019 von 249,1 auf 88,5 Mio. Euro - Umsatz ging um nur 3 Prozent auf 3,35 Mrd. Euro zurück - Höhe der Dividende soll unverändert bei 60 Cent je Aktie bleiben

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Dritter Absatz (mit Zitat CEO und Konzernstrategie) sowie
vorletzter und letzter Absatz; mehr Kennzahlen im vierten und
fünften Absatz
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Der weltgrößte Ziegelhersteller Wienerberger hat die
Coronakrise 2020 mit voller Wucht zu spüren bekommen. Unter dem
Strich blieb ein deutlich geringerer Gewinn von 89 Mio. Euro - das
waren um fast zwei Drittel weniger als im Jahr davor (249,1 Mio.
Euro), wie aus den aktuellen Bilanzzahlen hervorgeht. Der Umsatz
verringerte sich aber dank der staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung
der Pandemie um nur 3 Prozent auf 3,35 Mrd. Euro. Bei der Dividende
soll es keine Abstriche geben.
Aufgrund der Lockdowns sei es in zahlreichen Schlüsselmärkten zu
oft längeren Unterbrechungen der Geschäftstätigkeiten gekommen.
Wienerberger setzte eigenen Angaben zufolge weiter striktes
Kostenmanagement und Effizienzsteigerungsmaßnahmen um. Der weltweite
Personalstand wurde gegenüber dem Jahr davor von im Schnitt 17.234
auf 16.619 Mitarbeiter gekappt (minus 4 Prozent).
"Wir haben bereits in der Vergangenheit die notwendigen
Voraussetzungen geschaffen, um rasch auf unvorhersehbare Ereignisse
reagieren zu können", betonte Konzernchef Heimo Scheuch am Mittwoch.
"So konnten wir die Krise meistern, konsequent an der Fortsetzung
unserer Wachstumsstrategie arbeiten und uns optimal für die Zukunft
positionieren." Wienerberger hat sich den Unternehmensangaben
zufolge auch im Geschäftsjahr 2020 auf die "Transformation des
Produktportfolios" konzentriert - dieses sei weiter optimiert und
durch "intelligente Systemlösungen" erweitert worden.
Für das Geschäftsjahr 2021 hat sich das Management zum Ziel
gesetzt, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) "unabhängig von den durch Covid-19-bedingten
und nach wie vor bestehenden Herausforderungen auf 600 bis 620 Mio.
Euro zu steigern und damit auf ein Vorkrisenniveau zurückzukehren".
Im abgelaufenen Jahr betrug es 565,6 Mio. Euro (minus 5 Prozent).
Nicht bereinigt lag das EBITDA bei 610 Mio. Euro (minus 9 Prozent).
Vor Zinsen und Steuern erzielte Wienerberger 2020 einen Gewinn
(EBIT) von 192,5 Mio. Euro - das waren um 47 Prozent weniger als vor
Corona (2019: 362,7 Mio. Euro). Der Gewinn vor Steuern (EBT)
halbierte sich im Jahresabstand von 315,3 auf 148,7 Mio. Euro. Das
Ergebnis pro Aktie (EPS) ging von 2,18 auf 0,79 Euro massiv nach
unten. Der Konzern will dennoch eine unverändert hohe Dividende von
60 Cent pro Anteilsschein auszahlen. Das Nettoergebnis war von nicht
liquiditätswirksamen Wertberichtigungen im ersten Quartal 2020
beeinträchtigt.
Per Jahresende verfügte Wienerberger über liquide Mittel von 666
Mio. Euro (2019: 129 Mio. Euro). Die Finanzstruktur sei durch den
Rückkauf der Hybridanleihe für rund 215 Mio. Euro (Rückführung am 9.
Februar 2021) sowie die Emission des ersten Green Bonds weiter
verbessert worden. Die Hybridanleihe sei zuvor in der Bilanz als
Eigenkapital geführt worden und daher nicht Teil der bisher
berichteten Nettoverschuldung gewesen. Trotz dieser Maßnahmen, sowie
Ausschüttung der Dividende und Aktienrückkauf, sank die
Nettoverschuldung (vor Hybrid) auf 657 Mio. Euro.
Wienerberger ist als Ziegelproduzent (Porotherm, Terca) laut
Eigenangaben auch Marktführer bei Tondachziegeln (Koramic, Tondach)
in Europa sowie bei Betonflächenbefestigungen (Semmelrock) in
Osteuropa. Bei Rohrsystemen (Steinzeugrohre der Marke
Steinzeug-Keramo und Kunststoffrohre der Marke Pipelife) zählt sich
das Unternehmen zu den führenden Anbietern in Europa. Der Konzern
ist global mit 197 Produktionsstandorten aktiv.
(GRAFIK-0267-21, Format 88 x 84 mm)
 (Schluss) kre/bel
 ISIN  AT0000831706
 WEB   http://www.wienerberger.com


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Quelle: APA, Meldungen der letzten 4 Wochen