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Wiener Börse (Schluss) 2 - Leitindex hält sich über 3.000 Punkten

22.01.2021, 17:56:00

Bankaktien belasten ATX - Post nach vorläufigen Zahlen fester

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag mit klaren Abschlägen beendet. Die durchwachsen ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes in Europa sowie die andauernden Sorgen um die weitere Entwicklung der Corona-Neuinfektionen und mögliche weitere Verschärfungen der Lockdowns drückten vor dem Wochenende auf die Anlegerstimmung.

Der heimische Leitindex ATX lag von Sitzungsbeginn an klar im Minus, distanzierte sich zu Handelsende hin aber wieder etwas von seinen Verlaufstiefstständen und schloss um 0,73 Prozent schwächer auf 3.002,26 Einheiten und damit noch über der Marke von 3.000 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime ging um 0,71 Prozent tiefer auf 1.526,50 Zählern ins Wochenende.

Der ATX wurde vor allem durch die stark gewichteten und stark schwächelnden Bankenaktien belastet. Die Branche war zum Wochenende hin europaweit unter Druck. So rutschten BAWAG um 3,59 Prozent nach unten, bei den Aktien der Raiffeisen Bank International fiel ein Minus von 2,23 Prozent an und Erste Group beendeten die Sitzung um 1,33 Prozent tiefer.

Freuen dürfen sich hingegen die Investoren der Österreichischen Post, die Aktien reagierten auf die Vorlage von vorläufigen Ergebnissen mit einem Aufschlag von 4,11 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) soll 2020 bei 160 Mio. Euro liegen, nach 201 Mio. Euro im Jahr davor. Der Umsatz legte nach vorläufigen Angaben um 8 Prozent auf 2,189 Mrd. Euro zu. Einen Rückgang gab es bei den Brief- und Werbesendungen, das Paketvolumen stieg dagegen kräftig.

Neuigkeiten gab es auch von der Strabag. Der Baukonzern hat in Deutschland einen Großauftrag für den Ausbau der "A 1" in Niedersachsen an Land gezogen. Das Auftragsvolumen liegt bei 600 Mio. Euro Auftragsvolumen, Baustart ist am 1. Februar. Die Aktien verbuchten dennoch einen kleinen Abschlag von 0,34 Prozent. Auch Branchenkollege Porr lag mit 0,96 Prozent im Minus.

Den kräftigsten Abschlag mussten die Papiere von Do&Co verdauen, die um 4,15 Prozent schwächer schlossen. Der Airline-Caterer hatte am Vortag bekannt gegeben, eine Wandelanleihe zu begeben. Die Anleihe im Gesamtnennbetrag von 100 Mio. Euro ist mit einem jährlichen Kupon von 1,75 Prozent ausgestattet. Die Wandlungsprämie für das 5-jährige Papier wurde mit 32,5 Prozent über dem Referenzkurs festgelegt, der dem Durchschnittskurs (VWAP) der Stammaktien am 21. Jänner entsprach.

Aus dem Handel gegangen waren die Aktien am Donnerstag mit 62,70 Euro, der anfängliche Wandlungspreis beträgt demgemäß 80,6301 Euro. Verwendet werden soll der Nettoerlös zur organischen und nicht-organischen Weiterentwicklung des Unternehmens und zur Aufrechterhaltung der Liquidität der Gruppe verwendet werden, hieß es.

(Schluss) kat/sto

 ISIN  AT0000999982


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