Wiener Börse (Mittag) - ATX gewinnt 1,2 Prozent
Ruhigere Lage im Nahen Osten als Treiber - AT&S weiter im Hoch
Für Beruhigung sorgt derzeit, dass US-Präsident Donald Trump den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt hat. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte Trump am Dienstag. Zudem wurden nach den Worten des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanyahu die Angriffe auf den Iran eingestellt.
Die Augen sind heute konjunkturell auf die USA gerichtet. Dort steht am frühen Nachmittag die Handelsbilanz zur Veröffentlichung an. "Es wird weiterhin mit einem deutlichen Fehlbetrag gerechnet. Darauf hatte bereits der Saldo der Warenbilanz hingewiesen", schreiben die Analysten der Helaba in einem Bericht. "Großen Einfluss auf die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed werden die heutigen Veröffentlichungen aber wohl nicht haben. Die Zinserwartungen sind seit dem starken Arbeitsmarktbericht am Freitagnachmittag deutlich gestiegen und inzwischen ist ein Zinsschritt im Dezember vollständig eingepreist", schreiben die Experten in ihrem Kommentar.
In Österreich fanden sich an der Spitze des ATX prime einmal mehr AT&S mit einem Zuwachs von 5,4 Prozent. Bereits gestern waren die Papiere des Halbleiterherstellers mit Zuschlägen von 4,2 Prozent die Topperformer.
Erste Group notierten mit plus 2,28 Prozent bei 103,20 Euro. Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihre Kaufempfehlung "Buy"für die Aktien der Erste Group bestätigt. Auch das Kursziel wurde von der zuständigen Expertin Marlene Eibensteiner bei 121 Euro belassen. Die Analystin verweist auf die weiterhin attraktive Bewertung der Aktie.
Gut läuft es auch für die übrigen schwergewichteten Bankenwerte. Raiffeisen Bank International (RBI) legten 1,5 und BAWAG 1,3 Prozent zu. Uniqa gewannen 1,7 Prozent und bestätigten damit den europäischen Trend. Dort ist nämlich der Stoxx Europe 600 Insurance mit plus 1,3 Prozent derzeit der stärkste Sektor.
Tiefer steht der Stoxx Europe 600 Oil&Gas, der angesichts sinkender Ölpreise 0,2 Prozent verliert. Dementsprechend verlor die OMV bisher 0,5 Prozent.
Schlusslicht im ATX prime sind Kapsch TrafficCom mit minus 4,0 Prozent. Die ex-Dividende gehandelten Papiere des Flughafen Wien büßten 2,8 Prozent ein.
Die Papiere des Kupferunternehmens Asta Energy Solution verloren im Vienna Global Market-Segment 1,18 Prozent auf 67,0 Euro. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Anlagevotum für das Unternehmen mit "Buy" bestätigt. Auch das Kursziel in Höhe von 90 Euro wurde von der zuständigen Expertin Yasmin Steilen unverändert belassen. Die Analystin verweist auf attraktive Nettoumsatz- und Margenwachstumspfade des Unternehmens.
moe/ste
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Quelle: APA
