Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise ziehen erneut merklich an
Goldpreis gibt etwas nach
Am Wochenende hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes Ajatollah Ali Chamenei getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte außerdem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ein, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels.
Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern. In der Nacht auf Dienstag setzten sich die gegenseitigen Angriffe fort. Der Iran drohte zudem mit einer vollständigen Sperre der Straße von Hormuz.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt deutlich gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 78,31 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 70,07 Dollar am Freitag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Iran-Krieg hat auch den Preis für europäisches Erdgas am Dienstag weiter nach oben getrieben. Er kletterte auf den höchsten Stand seit über drei Jahren wegen eines fortgesetzten Lieferstopps von Flüssiggas aus dem wichtigen Förderland Katar. An der Börse in Amsterdam stieg der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat auf 59,44 Euro je Megawattstunde (MWh). Das sind etwa 30 Prozent mehr als am Vortag.
Der Goldpreis gab am Dienstagvormittag etwas nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 5.294,70 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,7 Prozent weniger als am Vorabend.
ger/ste
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Quelle: APA
